Berner Oberland 2008

1. Tag - Sonntag, 05.05.2008

Anreise mit dem Club-Bus nach Grindelwald. Nachdem wir “den Vogel abgeschossen haben” gingen wir erst mal gepflegt Mittag essen. Anschließend fuhren wir mit der impossanten Jungfraubahn aufs Jungfraujoch – Top of Europe 3464m. Leider waren die Gipfel alle in den Wolken verschwunden… So stapften wir zur Mönchjochshütte 3650m.

2. Tag - Montag, 06.05.2008

Nach dem Frühstück starteten wir um 7.00 Uhr Richtung Mönch 4107m. Der Aufstieg über den SW-Grad fiel uns nicht schwer. Nicht einmal der einfallende Nebel konnte uns den Spaß an der Abfahrt Mönch S-Wand verderben … :-) Der Schnee war griffig und im unteren Teil sogar pulvrig. Nach diesem tollen Erlebnis wollten wir den restlichen Tag natürlich nicht auf der Hütte verbringen und starteten Richtung Trugberg 3880m. Das Wetter war der Wahnsinn!!!

3. Tag - Dienstag, 07.05.2008

Wir starteten um 7.00 Uhr von der Mönchjochshütte Richtung Grünhorn 4043m. Die 6 km Abfahrt über das Ewigschneefeld war eine riesen Gaudi. Vorbei an Gletscherbrüchen ging es mit Fell und Harscheisen Richtung Gipfel. Beim Skidepot angekommen, wählten wir auf Grund der guten Schneebedingungen die direkte SW-Rinne zum Gipfel (anstatt den Normwalweg über den S-Grad). Die Ski waren natürlich dabei! >> Zum Video vom Gipfel << Das Grünhorn ist der einzige 4000er der Schweizer Berge, von dem man kein Dorf sehen kann. Den Ausblick konnten wir nur zum Teil genießen, da wir alle Schiss vor der Abfahrt hatten. Der Schnee war knapp… Nachdem alle heil unten ankamen, mussten wir noch den mega Hatsch zurück zur Mönchsjochhütte zurücklegen. Leider schnappte Markus einen grippalen Mageninfekt auf, konnte sich aber mit letzter Kraft zur Hütte quälen.

4. Tag - Mittwoch, 08.05.2008

Markus ging es nach Tablettenkur und einem “Geheimmittel” vom Hüttenwirt wieder besser. Wir verließen um 7.30 Uhr endgültig die Mönchjochshütte über das Ewigschneefeld Richtung Fieschersattel. Am Sattel deponierten wir unsere Ski und stiegen über den leichten S-Grad zum Großen Fiescherhorn auf 4048m. Direkt unter uns lag der Ort Grindelwald mit seinen grünen Wiesen. Ein konträres Bild zu unserem bisher gewohnten weisen Umgebung… Obligatorisch nahmen wir auch noch das Hintere Fischerhorn 4025m mit. Nach einem ausgedehnten Gelage am Oberen Fiescherfirn fuhren wir durch gewaltige Landschaft zur Finsteraarhornhütte ab.

5. Tag - Donnerstag, 09.05.2008

Über Nacht hatte sich der Infekt bei Ernst, Martin und Tanja eingenistet und sie mussten eine Zwangspause einlegen. Der Rest brach um 7.30 Uhr Richtung Finsteraahorn 4273m auf. Am Hugisattel 4080m deponierten wir die Ski und kletterten über den N-Grad zum Gipfel. Das erste Gipfelkreuz! Der Panoramablick vom Mont Blanc, Grand Paradiso, Matterhorn und sogar bis zum Bernina beeindruckte uns nicht schlecht. Die Abfahrt ging problemlos bis zur Hütte.

6. Tag - Donnerstag, 10.05.2008

An diesem Tag streifte Mario der Infekt, der Rest war wieder fit. So starteten wir alle um 7.30 Uhr Richtung Grünhornlück 3280m. Doch der Infekt gab Mario am Aufstieg den Rest. Die Abfahrt zum Konkordiaplatz bot eine lessige Abwechslung zum ewigen Hatsch – der uns an diesem Tag noch bevorstand… Leider konnte sich Mario nicht erholen, so mussten wir am Konkordiaplatz eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht. Der Aufstieg zur Jungfraubahn oder eine Abfahrt ins Tal war für Mario in diesem Zustand nicht mehr möglich. So entschlossen wir uns einen Notruf abzugeben. Air Zermatt flog Mario ins nächstgelegene Krankenhaus. Die restlichen 8 km vom Konkordiaplatz zum Sphinxstollen gingen zunächst ewig flach, am Ende dann doch noch stetig aufwärts. Während der letzten Stunden unserer Tour zogen auch die ersten Schleierwolken auf. Wir erhielten positive Nachricht aus dem Krankenhaus, sein Kreislauf war stabilisiert. Gott sei Dank! Nach einer Fotosession mit Nationalitäten aus aller Welt fuhren wir mit der Jungfraubahn nach Gindelwald hinunter, wo wir auf den wieder halbwegs gesunden Mario trafen. Komplett verschwitzt, stinkend und müde entschlossen wir uns noch eine Nacht in Grindelwald zu verbringen und ließen es uns im Hotel****s einmal so richtig gut gehen! Was für ein schöner Abschluss!

Ma Helitransport – Landung: