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Monte Disgrazia 3678m – Bergell

3-Tages-Skitour Schweiz/Italien mit Steve, Mario und Gudi

Abermals meinte es der Wettergott gut mit uns, also nutzten wir das stabile Hoch und starteten um ca. 10:30 Uhr (eventuell etwas zu spät) am Malojapass (1807 m). Entlang des Wander- bzw. Langlaufweges stiegen wir durch das Val Muretto in Richtung Passo del Muretto auf. Der Wind ließ nach und die Sonne grillte uns nieder. Das Ziel vor Augen der Monte del Forno (3214 m) ließ uns jedoch nicht verzagen. Das herrliche Panorama ins Val Forno entschädigte alles. Der recht schwierigen Gradanstieg zum Monte del Forno war dann um ca. 17:00 Uhr erklommen. Der Abstieg über das brüchige felsdurchsetzte Gelände forderte dann nochmalige Konzentration. Über herrlichstem Bruchharsch traversierten wir Richtung Fornohütte (2574 m), welche pünktlich zum Abendessen um 19:00 Uhr erreicht war und bereits auf „Simone aus Tirol“ gewartet wurde (MANN musste ja bis 07:00 Uhr ausschlafen!).

Der Sonntag versprach nur gutes! Herrlichstes Wetter und kein Wind. Um ca. 07:30 Uhr starteten wir am Fornogletscher nach ca. 100 hm Abfahrt und legten die ca. 4 km und ca. 900 hm dank einer Gruppe Schweizer aus La Punt, welche uns zu unserem 1. Gipelziel des Tages dem Monte Sissone (3330 m) den Weg spurten (VIELEN DANK!) rasch zurück. Vom Monte Sissone stiegen bzw. fuhren wir dann abermals auf ca. 2600 m ab und fellten abermals unsere Brettel auf. Der Aufstieg durch die Gletscherwanne erforderte dann nochmalige Spurarbeit. Um ca. 13:30 Uhr war dann der Gradfuß erreicht und die Skier konnten gegen unsere Eisen getauscht werden. Dann wird wieder in die Hände gespuckt – auf, auf der Monte Disgrazia (3678 m) wartet!! Der Grad war lang (ca. 450 m und nochmalige 300 hm) und Schnee lang „genug“. Um ca. 16:00 Uhr war es dann vollbracht der schwierige Grad war erklommen und das Val di Mello lag zu unseren Füßen!
HERRLICH!!! Im Hinterkopf jedoch war der Abstieg ins Tal nach Chiareggio (1612 m) welcher über den Passo di Mello (2991 m) und den Gletscher im finsteren erreicht werden musste. Den Gradabstieg konnten wir rasch hinter uns lassen und bei herrlichster Abendstimmung wurde ein letztes Mal aufgefellt. Der Passabstieg entpuppte sich nochmalig als happig und so mussten die schweren und müden Wadln nochmalig herhalten!
Um ca. 21:30 Uhr erreichten wir dann hundemüde unser Nachquartier im Locanda Pian del Lupo, wo wir herzlich bewirtet wurden.

Montags hieß es dann ab nach Hause. Nach ersten Ermüdungserscheinungen konnte dann aber die Duracell-Batterie aktiviert werden und wir stiegen vorbei an der Alpe dell´Oro abermals zum Passo del Muretto auf und das Val Muretto ließen wir auch rasch hinter uns und so konnte das Auto am Malojapass noch im Tageslicht (ca. 14:00 Uhr) gestartet werden.

An diesem verlängerten Wochenende machten wir knapp über 5000 Höhenmeter und 43 km.

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